Zeit ist zu kostbar für solche „Spielchen“

 

Diesen Hörspielbeitrag von der_poet_official kann ich zu 100 % so wiedergeben und verstehen!

Es ist heutzutage so schwierig, Menschen kennenzulernen. Unabhängig davon, ob es um eine Beziehung oder Freundschaft geht. Wenn man neue echte Freunde findet kann man sich glücklich schätzen. Diese Unverbindlichkeit lässt einen verzweifeln. Anfangs sieht es oft echt gut aus, sie wirken interessiert, fragen nach, wollen dich wieder sehen und es sprühen sogar schon ein paar Funken. Daraufhin folgen sogar weitere Treffen und Nachrichten. Und plötzlich legt einer von beiden den Schalter um und meldet sich nie wieder. Der andere wird an sich selbst zweifelnd zurückgelassen. Es geht nicht nur darum, dass die beiden sich nun nicht kennenlernen können. Es geht doch auch um das Herz und die Seele dahinter. Bei jeder weiteren Enttäuschung folgt ein Riss mehr. Und irgendwann verschwindet das Vertrauen in andere.

Ich glaube das Problem bei diesen Apps ist die Hoffnung, dass man sich ja sofort den oder die Nächste „schnappen“ kann und sich ein noch schönerer, besserer Mensch findet. Aber niemand ist perfekt, denn wir sind alle Menschen und keine Roboter, die man sich zurecht biegen kann! Früher oder später stellt sich sowieso heraus, dass auch der noch so perfekt wirkende Mensch seine Macken hat. Und dann? Wird er oder sie dann sofort wieder ausgetauscht? Vielleicht hat es auch mit dem Alter zu tun. Mit 20 sind wir alle noch etwas gutgläubiger. Dennoch kann man kaum noch jemandem in die Augen sehen, denn die ganze Welt schaut aufs Handy. Da ist es verständlich, dass man auf Apps zurückgreifen muss, wenn man die Liebe finden möchte.

Wie auch immer, ich denke alles hat seine Vorteile. Solange wir alle nicht vergessen, dass hinter jedem Bild und Chat ein echter Mensch mit echten Gefühlen steckt. Die Hoffnung darf man ja bekanntlich nie aufgeben.

 

 

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Vergeben bedeutet für mich ein Stück weit loslassen

Ein passendes Thema zum Start ins neue Jahr. Dazu erst einmal eine wunderschöne Geschichte von Buddha:

Bildergebnis für buddha zitate

Der Buddha saß unter einem Baum und unterrichtete seine Schüler, als ein Mann auf ihn zukam und ihm ins Gesicht spuckte. Er wischte den Speichel ab und fragte den Mann: „Und weiter? Was willst du als nächstes sagen?“ Der Mann schaute etwas verdutzt, weil er nie erwartet hätte, dass jemand – nachdem man ihm ins Gesicht gespuckt hatte – fragen würde: “Und weiter? Was willst du als nächstes sagen?” Das hatte er noch nie erlebt. Er hatte Menschen beleidigt und sie waren ärgerlich geworden und hatten reagiert. Oder, wenn sie Feiglinge oder Schwächlinge waren, hatten sie gelächelt und versucht, ihn damit zu beruhigen. Aber Buddha tat weder noch. Er war weder ärgerlich noch irgendwie beleidigt und auch keinesfalls ängstlich. Er fragte einfach ganz nüchtern: „Und weiter?“ Er zeigte seinerseits keine Reaktion.

Buddhas Schüler wurden ärgerlich, sie reagierten. Sein vertrautester Schüler, Ananda, sagte: „Das ist zu viel, und wir können das nicht tolerieren. Dafür muss er bestraft werden. Sonst fangen alle an, sich so zu benehmen.“

Buddha sagte: “Seid still. Er hat mich nicht verletzt, aber ihr verletzt mich. Er ist neu, ein Fremder. Er muss von irgendjemandem etwas über mich gehört haben, dass ich ein Atheist bin, ein gefährlicher Mensch, der andere aus der Bahn wirft, ein Revolutionär – jemand, der Verderben bringt. Und vielleicht hat er sich ein Bild von mir gemacht, eine Idee. Er hat nicht mich angespuckt, sondern sein Bild. Er hat auf seine Idee von mir gespuckt, weil es mich gar nicht kennt. Wie könnte er dann mich anspucken?”

“Wenn ihr genau darüber nachdenkt,” sagte Buddha, “hat er seinen eigenen Geist angespuckt. Das hat mit mir nichts zu tun. Ich sehe, dass dieser arme Mann noch etwas anderes zu sagen hat, denn dies ist eine Art und Weise etwas zu kommunizieren. Mich anzuspucken ist eine Art und Weise, etwas zu kommunizieren. Es gibt Augenblicke, da spürst du, dass Sprache begrenzt ist: in tiefer Liebe, während intensivem Ärger, im Gebet. Es gibt die intensiven Augenblicke, wo Sprache zu begrenzt ist. In denen musst du etwas tun. Wenn du wütend bist, sehr wütend, schlägst du jemanden, du spuckst ihn an, und sagst damit etwas. Ich verstehe ihn. Er muss noch mehr zu sagen haben, daher frage ich: „Und weiter?“

Der Mann war nun noch verwirrter. Und Buddha sagte zu seinen Schülern: „Ihr kränkt mich mehr, weil ihr mich kennt. Ihr lebt seit Jahren mit mir zusammen und reagiert immer noch.“

Verwirrt und verdutzt ging der Mann nach Hause. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Wenn du einem Buddha begegnest, ist es schwierig oder gar unmöglich wieder so zu schlafen wie zuvor. Wieder und wieder ging ihm die Erfahrung durch den Kopf. Er konnte sich nicht erklären, was geschehen war. Er zitterte am ganzen Körper und war schweißgebadet. So einem Menschen war er noch nie begegnet. Er erschütterte seinen Geist, seine Denkstrukturen, seine gesamte Vergangenheit.

Am nächsten Morgen ging er wieder hin. Er warf sich vor Buddhas Füße. Buddha fragte ihn wieder: „Und weiter? Dies ist auch eine Art und Weise etwas zu sagen, was in Worten nicht gut ausgedrückt werden kann. Wenn du kommst und meine Füße berührst, sagst du etwas, das auf normale Weise nicht ausgedrückt werden kann, etwas, dass keine Worte fassen können. Buddha sagte: „Schau, Ananda. Der Mann ist wieder da und drückt etwas aus. Er ist ein Mann tiefer Gefühle.”

Der Mann schaute Buddha an und sagte: “Vergib mir, was ich gestern tat.”

Buddha antwortete: “Vergeben? Aber ich bin doch nicht mehr der Mann, dem du das angetan hast. Der Ganges fließt weiter – es ist nie der gleiche Ganges. Jeder Mann ist ein Fluß. Der Mann, den du angespuckt hast, ist nicht mehr da. Ich seh vielleicht so aus wie er, aber wie viel ist in 24 Stunden geschehen! Der Fluß ist längst weiter geflossen. Daher kann ich dir nicht vergeben, weil ich keine Groll gegen dich hege.“

“Außerdem bist du neu. Ich kann sehen, dass auch du nicht der gleiche Mann bist, der gestern kam, weil der Mann wütend war und gespuckt hat, wohingegen du dich zu meinen Füßen niederbeugst und sie berührst. Wie kannst du der gleiche Mann sein? Du bist nicht der gleiche Mann, also lass es uns vergessen. Die beiden Menschen, der Mann, der spuckte und der, der angespuckt wurde, existieren nicht mehr. Komm näher, und lass uns über etwas anderes sprechen.“


Nun, Vergebung ist ein schweres Thema. Wie soll man vergeben, wenn einem die Welt und alles woran man glaubt auf den Kopf gestellt wurde? Wenn Unglück deine Sicht benebelt und innerhalb einiger Stunden oder lass es Tage sein, sich dein komplettes Weltbild verändert? Doch ich denke, dass durch das Verzeihen vieles wieder besser und optimistischer wird. Wenn man etwas nicht verzeihen kann, heißt das, dass man eher in der Vergangenheit oder Zukunft lebt. So ist das zumindest bei mir, denn schließlich bedrückt mich dann etwas. Vergeben heißt nicht vergessen, wie man so schön sagt. Doch loslassen ist schon ein großer und befreiender Schritt in eine positive Richtung. Es fühlt sich an, als könnte man wieder fliegen und als würde großer Ballast von einem fallen.

Dass ich jemandem vergebe heißt nicht, dass ich ihn in meinem jetzigen Leben haben möchte – es hat für mich nichts mit demjenigen zu tun, der mich verletzt hat, sondern nur mit mir. Ich möchte wieder ruhig schlafen können und sorgenfrei den Moment leben. Das ist schließlich alles, was wir Lebewesen zum jetzigen Zeitpunkt haben – das Hier und Jetzt. Dadurch fällt es mir leichter Niemandem etwas Böses zu wünschen, was auch immer er getan hat.

Außerdem wird das Karma das schon regeln..

Victim Blaming keine Chance geben

Was ist Victim Blaming?

Victim blaming oder blaming the victim (dt. Opferbeschuldigung, auch „Täter-Opfer-Umkehr“) ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für eine Straftat beim Opfer sucht.

Verbreitet wurde dieser Begriff hauptsächlich in den Vereinigten Staaten ab den 1970er Jahren, um eine Strategie der Verteidigung bei Vergewaltigungs-Prozessen zu beschreiben, die dem Vergewaltigungsopfer die Schuld an der Tat zuschreiben möchte, um den Angeklagten zu entlasten. Neben Sexualstraftaten findet sich diese Art der Verteidigung auch bei Gewalttaten und Straftaten mit rassistischem Hintergrund.[2] So beschreibt der Psychologe William Ryan „blaming the victim“ in seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahre 1971 als eine Ideologie, die den Rassismus gegen Afroamerikaner rechtfertigen soll.

Wenn im Rahmen von z. B. Nötigung, Erpressung oder der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, Nacktbilder in Umlauf kommen, wird der Fokus oft auf die Erstellung und Existenz solchen Bildmaterials gelegt, nicht auf die Straftaten, die bei Verbreitung oder Beschaffung vorlagen.[4] Dies kam erstmals beim Hackerangriff auf private Fotos von Prominenten 2014 in den Fokus der Öffentlichkeit.

Victim blaming ist auch im Zusammenhang mit dem Verhalten von Narzissten beschrieben worden, die nahestehenden Personen Schuldgefühle suggerieren, um sie davon abzuhalten, ihre Vormachtstellung in Frage zu stellen.

Bild: Pinkstinks Germany

Diesem Bild sind definitiv keine Worte hinzuzufügen.

Dennoch ist es in einer Welt wie dieser leider häufig so, dass man mit Schuldzuweisungen und Klischeés konfrontiert wird. Doch warum? Menschen können es einfach nicht glauben, dass es solche schlimmen Leute gibt, die anderen Gewalt in jeder Form antun. Und sie glauben nicht, dass es hier – im gutsituierten Deutschland- statt findet. Doch es ist leider die bittere Realität für viel zu viele Frauen und auch Männer. Warum kann man es nicht lassen, solche schlimmen Ereignisse eines Menschen zu be- und verurteilen? Es ist schon schlimm genug, wenn so etwas passiert. Meistens haben die Betroffenen sich selbst schon viel zu lange die Schuld dafür gegeben. Es ist ein Wunder, wenn sie ihre Peiniger anzeigen und über diesen großen dunklen Schatten springen. Man braucht enorm viel Stärke und Mut diesen Weg zu gehen. Ich denke, dass Empathie und Mitgefühl am meisten helfen. Keine großen Worte und Taten – erst Recht keine Vorwürfe. Nur die Betroffenen selbst wissen, wie es sich anfühlt, und keiner..absolut keiner..möchte irgendwann diese Hölle durchleben.

Niemand sucht sich dieses schreckliche Geschehen aus! Und niemand würde anfangs damit rechnen, dass es einem selbst zustößt.

Glücklicherweise glauben wir hauptsächlich an das Gute im Menschen – und das ist gut so!

 

 

Dankbarkeit in Zeiten des Wahnsinns

Dies ist auch als Kritik an mir selbst gedacht..

Nun ist es wieder soweit, die Weihnachtszeit beginnt und lässt uns andächtig unseren Weihnachtsbaum anschauen, in Ruhe und Besinnlichkeit die Suppe schlürfen und uns nichts zu Weihnachten schenken – weil wir uns ja dieses Jahr wirklich „nichts“ schenken wollen.

Ehrlich gesagt ist es so schon lange nicht mehr. Da sich das Hamsterrad der ständigen Weiterentwicklung weiterdreht, wird es immer anstrengender, immer lauter und immer hektischer. Der Weihnachtsurlaub ist längst nicht mehr erholsam und viele sind nicht besonders erfreut, wenn sie ihre Familie wieder zu sich einladen müssen, um für sie zu kochen. Ganz zu schweigen von den armen Tieren, die qualvoll gestopft und geschlachtet werden, damit wir der „trauten Besinnlickeit des Wahnsinns“ jauchzen können. Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Darunter schwimmt noch viel mehr Leid, von dem wir nicht einmal die geringste Ahnung haben.

Ich finde Weihnachten wundervoll, keine Frage! Sehr sogar.. Ich liebe die Adventssonntage, die kuscheligen warmen Socken (auch wenn man sie jedes Jahr geschenkt bekommt), den Geruch von Mandarinen im Raum und Tannennadeln im Wald, den romantischen Kerzenschein bei Nacht, den Geschmack von gebrannten Mandeln im Mund, das Gefühl von Liebe und Ruhe, um mal herunterzukommen und abzuschalten, den Klang der Weihnachtsmusik, den Anblick der Nächstenliebe und das Lächeln der Lieben um einen herum, wenn man Zuhause ankommt und das richtige Geschenk dabei hat.

Jeder muss selbstverständlich  für sich entscheiden, was und wie er an Weihnachten feiert. Niemand muss auf sich mit dem erhobenen Zeigefinger zeigen, denn wir alle sind es, die das Ganze mitmachen – Jahr für Jahr. Es ist eben auch schwierig sich dem ganzen zu entziehen, wenn man es nicht  anders kennt. Umso bemerkenswerter finde ich, wenn man es schafft, sich von dem ganzen Drumherum mit dem teuren Geschenkewahnsinn nicht stressen zu lassen. Viel schöner ist es doch, wenn man sich keinen Druck macht und nur dann etwas schenkt, weil man an denjenigen denken musste und nicht, weil man es muss.

Ein guter Freund von mir hat während seiner Ausbildung seinen ganzen Mut zusammengefasst und dieses aufrüttelnde, verrückte, wahnsinnige, ehrliche und laute Video auf dem Weihnachtsmarkt gedreht. Es zeigt sehr deutlich, wie wahnsinnig und schrecklich wir mit den Tieren, den schlausten und liebevollsten Wesen der Welt, umgehen. Damit wir Weihnachten feiern können, damit wir auf dem Weihnachtsmarkt reinhauen können, bis es uns sogar aus den Ohren wieder herauskommt. Danke, dass du das gewagt hast und zum Nachdenken anregst! Danke für diesen schmerzhaften Blick in den Spiegel. Doch ich sagte es bereits – diese Art von Schmerz lohnt sich in diesem Fall! Lasst euch inspirieren und wenn ihr wollt, könnt ihr bei ihm oder meinem Blog gerne eure Meinung teilen.

Wir freuen uns über jede Rückmeldung! Ich wünsche euch trotz dieser kritischen Worte natürlich eine schöne Weihnachtszeit. Ich hoffe, ihr könnt die Ferien genießen und euch gegenseitig Liebe und Wärme schenken.

Und an alle, die an den Feiertagen arbeiten müssen, ihr seid die wahren Helden!

 

Es leuchtet und blinkt in den Straßen und die Weihnachtsmärkte haben ihre Tore aufgestoßen, damit der arg geplagte Bürger seinen alljährlichen Frust über die Unsinnigkeit seines Lebens mit gepanschtem Glühwein hinunter spülen und mit in Massenbetrieben gezauberten Bratwürsten zudecken kann. Es ist die schönste Zeit im Jahr und fürwahr das Fest des Innehaltens und wahrer Liebe! …

Gedicht und Film entstanden am medien colleg rostock im November und Dezember 2016 im Rahmen der Aufgabe, einen Beitrag zum Thema „Weihnachtszeit – Stimmungen und Lichter“ zu produzieren. Die Dreharbeiten fanden auf mehreren Rostocker Weihnachtsmärkten an einem Adventssamstag statt, also buchstäblich in der Hölle des Weihnachtsfiebers! Dieses Video soll KEIN Seitenhieb auf die Hansestadt Rostock sein, sondern repräsentativ für ALLE städtischen Weihnachtsmärkte stehen! Rostock ist eine wunderbare Stadt mit einem tollen Flair !!!

Besonderer Dank gilt Patricia Fuge, Hauke Gerlach und Julius Holtz, ohne deren durchhaltende Zusammenarbeit und gute Nerven das Projekt nicht umsetzbar gewesen wäre. Viel Spaß nun bei dieser irren Geisterfahrt und gute tiefe Gedanken im Anschluss daran!

Frank Litschel [“Glückselige Speinacht“ – produziert am medien colleg rostock 2016]

We can make it easy if we lift each other

Heute möchte ich mich zu einem sehr speziellen und traurigem Thema melden. Es geht um die Obdachlosigkeit in Deutschland. Doch dieses Thema ist ein schweres, denn oft schaut man lieber weg und redet sich ein, dass „das schon alles irgendwie wieder gut wird“. Doch ehrlich gesagt steigt die Zahl der Obdachlosen immer weiter an. Über 50.000 Menschen leben in Deutschland auf der Straße. Schätzungen zufolge gibt es über 1.000.000 sogenannte Wohnungslose, die bei ihren Verwandten oder Bekannten unterkommen. Zudem sinkt jedes Jahr die Zahl an Sozialwohnungen. Außerdem gibt es viele leer stehende Häuser und Wohnungen, die jemandem gehören, aber einfach nicht genutzt werden. Ist das denn nicht wahnsinnig, wenn man daran denkt, wie viele täglich um ihr Überleben kämpfen müssen, vor allem im Winter? Schlimm finde ich auch die Tatsache, dass es in vielen Städten während der Weihnachtsmarktsaison verboten ist, auf der Straße Musik zu spielen. Was passiert dann mit den Menschen, die davon leben müssen? Da die Mieten explodieren, wird die Angst, dass das jedem passieren könnte, immer größer. Zumindest muss ich oft darüber nachdenken. Wohnen ist heutzutage Luxus.

Darum denke ich, dass es endlich an der Zeit wäre, nicht mehr wegzuschauen. Man kann schon durch kleine Gesten zeigen, dass wir die Menschen, die auf der Straße leben, nicht vergessen haben. Denn sie sind keine Prozentzahlen, keine Problemfälle, sie sind Menschen. Und hinter jedem Menschen steckt eine Seele, die kreativ ist, gerne lacht, zeichnet, singt oder andere Interessen hat. Und jeder, der in dieser Zeit erfriert, weil er die Kälte nachts nicht überstanden hat, ist einer zu viel! Ich hoffe wirklich sehr, dass sich der Wohnungsmarkt endlich wieder bessert. Wie auch immer – dagegen werde ich nichts tun können. Alles, was ich tun kann, ist dem Menschen zuhören, mit ihm reden, ihn in die Gesellschaft integrieren oder ihm einfach ein Lächeln schenken.

Denn das ist, was jeden glücklich macht. Die Liebe und das Gefühl, nicht allein zu sein auf dieser Welt.

 

 

The butterfly with broken wings

Come on, fly now

sit down on my wings

I will carry you

But please, please don’t break my neck

Come on, fly now

I will carry you until you can walk again

And then you will walk away

And I will look back

but at least we are able to feel…

We could say, we could say we carried each other.

Come on, fly now

sit down on my wings

I will carry you

But please, please don’t break my neck

Sometimes you think, you are falling,

but maybe you already begin to fly?

If you never try, you’ll never know.

Now you are gone and I sit here again,

youre bittersweet lies are flying in my head.

Go and fly away, because I am the butterfly with broken wings.

 

Ein kleiner Mutmacher

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Doch ich weiß, dass ich die Sterne wiedersehe, wenn ich mit den Wellen laufe.

Das war einer meiner Gedanken nach diesem Erlebnis. Und ich kann nur sagen, ja es stimmt. Ich sehe die Sterne wieder! Ich kann es die meiste Zeit vergessen und konzentriere mich auf die positiven Seiten in meinem Leben, von denen es glücklicherweise viel mehr gibt!

Lebewesen können so vieles überstehen, die dunkelsten Seiten. Und selbst wenn 1000 schlimme Dinge passieren gibt es immer 1001 positive.

Ich finde es schlimm, was alles so passieren kann, aber andererseits denke ich auch, dass es einen nach dem tiefen Fall, umso höher aufsteigen lässt und immer stärker macht. Das geht sicher jedem Menschen so und irgendwann wird die Welt dann miteinander für eine schöne gemeinsame Zeit kämpfen – und nicht mehr gegeneinander.

Ich habe früher selten über meine Gefühle gesprochen, irgendwie war ich sehr verschlossen. Doch nach und nach hatte sich das entwickelt. Weil Menschen mir zugehört haben. Weil ich gespürt habe, dass ich auch wichtig bin und ich kein unsichtbarer Schleier bin.

Jeder hat Tiefs im Leben und schwierige Phasen, das ist normal, denn das Leben fragt nicht, ob es ok ist, was passiert. Es passiert einfach und ich kann es nicht aufhalten. Das ist auch das Schlimme für mich. Ich kann es nicht aufhalten! Wenn ich könnte, würde ich euch so gerne jeden Schmerz abnehmen und ihn auf meinem Rücken tragen, bis der Sturm vorüber ist und ich ihn wieder herunter lassen kann. Ich will alle glücklich machen, damit ihr nie etwas Böses erleben müsst. Doch ich weiß, dass es nicht möglich ist, den Schmerz der Anderen zu nehmen. Auf eine emotionale Art schon, aber ertragen muss man ihn dann trotzdem auch selbst. Vielleicht würde man das Leben dann viel weniger schätzen, weil man ja nur Schönes erlebt. Aber es ist schwer zu sehen, dass es anderen nicht gut geht und genauso schwierig ist es, zu wissen, dass es ganz vielen auf der Welt so geht.

Früher habe ich gedacht „wenn sich auf der ganzen Welt so gut wie keiner für einen interessiert, existiert man dann überhaupt noch?“. Das ist ein bekanntes Zitat von einem mir unbekannten Menschen, aber ich habe es Jahre lang mit mir herum getragen. Da frage ich mich, wie muss es diesem Menschen ergangen sein, was muss ihm passiert sein, dass er auf solch einen traurigen Gedanken kommt?

Irgendwann habe ich versucht jedes Wort, dass mir gesagt wurde, richtig zu deuten. Ich habe auch die Worte gehört, die nicht gesagt wurden. Und ich habe gemerkt, dass ich sehr wohl existiere, weil es so viele Menschen gibt, die sich für einen interessieren. Man muss das nicht immer so offen sagen, man merkt es schon in Sätzen wie „bist du gut Zuhause angekommen?“ oder „pass auf dich auf!“. Ein kurzer Satz mit unglaublich bedeutungsvollem Inhalt. Außerdem war es so, dass ich mich nicht für mich selbst interessiert habe oder wie es mir geht. Bestimmt dachte ich deshalb, dass es keiner tut.

„Was ist denn so besonders an mir?“ ist einer der immer wieder auftauchenden Fragen in meinem Leben. Ich hatte gehofft, irgendwann die Antwort zu finden. Doch diese Antwort muss jeder in sich selbst finden. Ich dachte immer, meine Anwesenheit sei nicht wichtig. Vielleicht weil ich schon oft gehört habe, dass ich „komisch“ bin, aber es liegt nicht immer an den Worten anderer. Oft hat man ja auch schon so eine Meinung über sich selbst und zweifelt dann erst recht, wenn man es von anderen hört. Dabei ist es doch so unwichtig, was Menschen so Negatives über einen denken, wenn sie einen nicht mal richtig kennen.

Jeder ist auf der Welt, um sich selbst glücklich zu machen und das Geschenk Leben auszupacken und ihm einen besonderen Inhalt zu verleihen.

Das hört man natürlich so oft, aber wenn man genau überlegt, gibt es oft genug Zeiten, in denen man nicht daran denkt. Man regt sich auf oder ist den ganzen Tag so mit seiner Arbeit beschäftigt, dass man gar nicht merkt, wie schnell der Tag schon wieder vorbei ist. Wieder ein Tag, an dem man hoffentlich gesund aufgewacht ist! 🙂